Der Betriebsablauf im Heizkraftwerk Bielefeld
Im Heizkraftwerk (HKW) der Stadtwerke Bielefeld GmbH wird Brennstoff in elektrische Energie umgewandelt. Die nicht mehr zur Stromerzeugung nutzbare Restenergie wird im Fernwärmenetz eingesetzt. Es ist der größte und wichtigste Erzeuger von Fernwärme in Bielefeld.
Vier Dampfkesselanlagen, vier Dampfturbinen und eine Gasturbine erzeugen (unter Einsatz von Steinkohle und Erdgas sowie in geringem Maße Heizöl EL) in umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung maximal 80.000 kW elektrischer Leistung und erwärmen bis zu 3.000.000 l Fernheizwasser pro Stunde von 60°C auf 110°C. Letzteres entspricht einer Leistung von 205.000 kW. Damit werden ca. 16.000 Privat- und Geschäftskunden mit der benötigten Wärme versorgt.
Die bedarfsgerechte Verteilung erfolgt im über 160 km Dopplerohr umfassenden Fernheiznetz Bielefelds mittels neun großer Umwälzpumpen. Diese Verteilung wird rund um die Uhr von der HWK-Warte aus gesteuert.
Die Rauchgasreinigung
Die Rauchgase der steinkohlebefeuerten Dampfkesselanlagen werden, nach einer Vorreinigung durch Fliehkraftentstauber, in der Rauchgasreinigungsanlage gereinigt.
Zuerst werden die Rauchgase mit Kalk und Wasser entschwefelt. Anschließend entzieht man ihnen Staub und Kalk in Filterschläuchen. Der Schwefelanteil der Rauchgase wird auf diese Weise um etwa 70%, der Staubanteil um über 80% gemindert. So gereinigt verlassen sie die Anlage über den 120m hohen Kamin. Die bei der Reinigung anfallenden Reststoffe werden vollständig wiederverwertet.
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