Die Geschichte und der Betriebsablauf der MVA Bielefeld
Im Jahr 1981 wurde am östlichen Stadtrand von Bielefeld die MVA Bielefeld in Form eines Heizkraftwerkes zur Erzeugung von Strom und Wärme in Betrieb genommen. In den folgenden Jahren wurde die Anlage immer weiter ausgebaut und verbessert, so dass die Rauchgasreinigungsanlage heute zu einer der effektivsten Anlagen ihrer Art weltweit zählt.
Seit dem Inkrafttreten des Deponierungsverbots von unbehandelten Abfällen im Juni 2005 werden in der MVA Bielefeld jährlich über 360.000 t Abfälle – fast ausschließlich aus der Region Ostwestfalen-Lippe – für die Erzeugung von rund 120 Mio. kWh Strom und 300 Mio. kWh Fernwärme verwertet. Strom und Fernwärme werden in die entsprechenden Versorgungsnetze der Stadtwerke Bielefeld eingespeist und decken dadurch den durchschnittlichen Bedarf von ca. 40.000 Haushalten an Strom und von ca. 25.000 Haushalten an Wärmeenergie. Um auch in Zukunft eine Versorgungssicherheit gewährleisten zu können, wurde die Durchsatzleistung der MVA in 2008 um 80.000 t/a erhöht.
Der Weg des Abfalls durch die MVA Bielefeld
Vor dem Entladen der Abfälle wird jedes Fahrzeug gewogen um die Menge des angelieferten Mülls zu ermitteln. Von der Abkipphalle fällt der Müll direkt in den Müllbunker, der ein Volumen von 13.000 m³ besitzt. Um eine gleichmäßige Durchmischung des Mülls und eine kontinuierliche Zuführung in die drei Verbrennungslinien zu gewährleisten, sind zwei Brückenkräne ständig im Einsatz.
Die Abfälle werden im Feuerraum bei 1000°C verbrand. Mit der freiwerdenden Wärme wird in den Kesseln Dampf erzeugt, der mittels Kraft-Wärme-Kopplung energieeffizient zur Erzeugung von Strom und Fernwärme genutzt wird.
Die Schadstoffe in dem Rauchgas werden in der 8-stufigen Rauchgasreinigungsanlage heraus gefiltert. Die Filteranlage der MVA Bielefeld ist so effektiv, dass die gesetzlich vorgeschrieben Grenzwerte für Emissionen am Schornstein um 85% bis 99% unterschritten werden.
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